FIfF Jahrestagung 2012 (Rückblick)

2 Kommentare

  1. FIfF_de
    Am Wochenende schon was vor? FIfF-Jahrestagung in #Fulda http://www.fiff.de/2012 #fiff
  2. Neben meinem Vortrag am Samstag morgen war für den Nachmittag ein Workshop geplant, den ich mit Plakat malen und Koffer packen vorbereitet hatte. Neben der Herangehensweise hatte ich auch in einem weiteren Aspekt von L3T’s Work gelernt: Süßigkeiten sind wichtig 🙂
  3. anjalorenz
    Almost ready for my #FIfF12 Workshop at Saturday. @ Professur Wirtschaftsinformatik http://instagr.am/p/Rx9YFSniNf/
  4. Freitag, 09.11.2012

  5. anjalorenz
    Und täglich grüßt… die Anfahrtsbeschreibung zur #FIfF. Fühle mich gut informiert.
  6. Trotz einer relativ knappen Anfahrt in Chemnitz bin ich rechtzeitig in Fulda angekommen.
  7. anjalorenz
    Die #FIfF Jahredtagung startet. (@ Hochschulzentrum Transfer) http://4sq.com/Tzdtdk
  8. Der Freitag stand unter dem Motto „Kinder Medien Bildung“ und wie die gesamte FIfF Jahrestagung öffentlich und kostenlos.
  9. Schönn war es auch, ein bekanntes Gesicht vom EduCamp Ilmenau #ecil12 wiederzusehen.
  10. tinowa
    Jetzt Vorträge als Auftakt zum #FIfF zu KinderMedienBildung im #Fulda Transfer
  11. Im ersten Vortrag blickte Prof. Nagl auf die Kindermedien der Geschichte zurück, angefangen im Mittelalter. Linktipp: Seine virtuelle Ausstellung historischer Medien für Kinder.
  12. Im Mittelalter erlebten Kinder Medien insbesondere in Form von Sprache, hauptsächl in der Kirch, bei „Events“ wie religiösen Festen und Hinrichtungen. Auch die – oft sehr brutalen – Darstellungen in den Wandgemälden der Kirchen gehörte dazu.
  13. anjalorenz
    Prof. Nagl beginnt bei Kindermedien und -bildung im Mittelalter. Doom ist da nichts dagegen gewesen #FIfF
  14. tinowa
    Über Grauen Folter im Medium der mittelalterl. Malerei zu referieren erzeugt sofort Aufmerksamkeit b. Publikum #FIfF #KinderMedienBildung
  15. anjalorenz
    Teufel und Kinderfresser als pädagogisches Mittel im Mittelalter. So habe ich das noch nicht gesehen, ist aber naheliegend #FIfF
  16. „Social Media Pathologien“ waren immer schon ein Thema.
  17. tinowa
    Im 19. Jh. Warnung vor dem Buch: Gefahr der phantasieanregenden Lesesucht (Heinrich Zschokke 1821) #KinderMedienBildung #FIfF
  18. anjalorenz
    Alles mal als böse beschimpft: Lesen, Süßigkeitenautomaten, Sammelbilder, Rummel, Zirkus, Kino, Groschenhefte… #FIfF
  19. tinowa
    „Der Kinematograph ist unersättlich…“ (Walther Conrad, Berlin 1910) #KinderMedienBildung #FIfF
  20. Der zweite Vortrag hatte meiner Meinung nach eine etwas irreführenden Titel. Frau Prof. Schelhowe sprach nur kurz von Versuchen zur Lehrautomatisierung und Serious Games, die sie zu den „Irrwege der Anwendung des Computers für das Lernen“ hält.
  21. anjalorenz
    Jetzt Prof. Schelhowe zu Irrwegen der Computernutzung zum Lernen. 1) Lehren erleichtern oder abnehmen 2) Serious Games #FIfF
  22. anjalorenz
    Prof. Schelhowe spricht sich gegen #Gamification und #Edutainment aus, bevorzugt „Playful learning“ #FIfF
  23. Ich war kurz irritiert, dass sie Gamification-Ansätze als einen solchen Irrweg sieht, allerdings scheint es eher das Wort und der Hype zu sein, der sie stört: „Playful Learning“ nicht des Spielens, sondern des Lernens willen.
  24. anjalorenz
    Zitiert Studie, in der Lerneffekt beim lesenden Erarbeiten größer sei, als bei Simulation/anschaulicher Darstellung #FIfF -.-
  25. anjalorenz
    Abstraktion und Musterbildung seien aber gleichsam mit Computern möglich. Jetzt sind wir wieder beisammen #FIfF
  26. Nach diesen beiden Beispielen stellte sie Projekte aus dem DiMeB-Projekt vor, in der Kinder mit Lego Mindstorms, Wearables u.ä. eigene Vorstellungen von deren Funktionsweise und Interaktionen entwickeln können.
  27. anjalorenz
    Bericht von Function follows Form Phänomen in den Workshop mit Kindern: Plan war Vogel, mit Lego ist es aber nur ein Panzer geworden #FIfF
  28. Die darauffolgende Diskussion kam natürlich an dem Thema Computer- und insbesondere „Baller“-spiele für Jugendliche nicht vorbei.
  29. anjalorenz
    Frage an Prof. Nagel, ob man Jugendliche (wieder) Computer spielen lassen kann #FIfF
  30. anjalorenz
    Prof. Nagl wirft Informatikern vor, dass sie sich geehrt gefühlt haben, dass Computerspielen diese Macht zugeschrieben wird #FIfF
  31. anjalorenz
    Prof. Nagl meint, jeder, der mal eine Waffe in der Hand hatte, weiß, dass es etwas ganz anderes ist als ein PC-Spiel #FIfF
  32. anjalorenz
    Prof. Nagl spricht von der Generation, die die Lesesucht überlebt hat 🙂 #FIfF
  33. Anschließend nahm ich das Angebot zum gemeinsamen Abendessen mit #FIfF-Mitgliedern und weiteren Vortragenden an (zumal ich bis dahin kaum jemanden kannte und das gern ändern wollte). Dabei erhielt ich einen weiteren Einblick in die breitgefächerten Arbeiten des Vereins: Neben neuen Lizenzmodellen für die Vereinszeitschrift FIfF-Kommunikation (hier sollen demnächst die Autoren zur Veröffentlichung unter CC-Lizenz gebeten werden) war auch eine geplante Stellungnahme zum aktuellen Entwurf der EU-Datenschutzverordnung Thema.
  34. anjalorenz
    Hotel mit WLan #ilike Einmal Profis! Freue mich schon auf den morgigen #FIfF Tag
  35. Samstag, 10.11.2012

  36. Die Vorträge und Workshops heute fanden auf den Campus der Hochschule Fulda statt.
  37. mgnetz
    Nach einem interessanten Vortrag von Prof. Nagl über Kindermedien gestern Abend geht jetzt die Tagung des fiff.de 2012 los…#FIfF12
  38. anjalorenz
    Wenn sich der Vorhang hebt, geht es hier gleich los mit der #FIfF Jahrestagung @ Hochschule Fulda http://instagr.am/p/R13ePgHiOv/
  39. Gleich der erste Vortrag war meiner – früh um 09:00 Uhr und dennoch waren einige Zuhörer gekommen (einige wohl auch extra wegen mir, wie sie mir hinterher erzählten, was mich sehr gefreut hat).
  40. mgnetz
    Nun Anja Lorenz darüber, wie das social Web Individuum und Gesellschaft verändert…#fiff12
  41. Im folgenden Vortrag von Frau Prof. Weber wurde ein weiteres Arbeitsfeld der #FIfF adressiert: der computergestützten Kriegsführung, auch bekannt unter dem Begriff „Cyberwar“. Dabei stellte Prof. Weber besonders die Realität um den Einsatz von Drohnen zu militärischen und zivilen, sog. „Techno-Security“-, Zwecken.
  42. anjalorenz
    Prof. Weber: 298 von 350 Angriffe mit bewaffneten Drohnen fällen in die Amtszeit des Friedensnobellpreisträgers #Obama #FIfF
  43. Neben der technologischen Betrachtung wurden auch politische Haltungen zum Einsatz von Drohnen erwähnt.
  44. anjalorenz
    Alle männlichen Getöteten der „Achse des Bösen“ werden ohne weitere Überprüfung als „Militante“ bezeichnet #FIfF
  45. Linktipp: Auf der Webseite „Living Under Dornes“ berichten Betroffene darüber, welche Folgen die alltägliche Präsenz von Drohnen für die Menschen hat.
  46. anjalorenz
    Prof. Weber erwähnt http://livingunderdrones.org/ Beklemmend, wenn ich bedenke, dass meine Oma ein Trauma vor Flugzeugen vom #WW2 hat #FIfF
  47. Anträge für Forschungsprojekte zur ethischen Bedeutung der IT zu militärischen Zwecken wurden bislang nicht genehmigt…
  48. anjalorenz
    Prof. Weber: Forschungsgelder im Bereich ethischer Aspekte militärischer Robotik bekommt man nur sehr schwer #FIfF
  49. Meine automatische Rechtschreibkorrektur hat leider aus ab und zu aus Prof Kuhlen, der den letzten Vortrag an diesem Vormittag gehalten hatte, leider „Kühlen“ gemacht. Sein Vortrag zu Eigentum und Urheberrecht brachte einen Überblick über Bemühungen um ein wissenschaftsfreundliches Urheberrecht und deren Scheitern bis hin zur Verlängerung des §52a UrhG am Freitag.
  50. anjalorenz
    Jetzt „Was hat ‚Eigentum‘ im Urheberrecht zu suchen?“ von Prof. Kühlen #FIfF
  51. anjalorenz
    Prof. Kühlen sammelt mögliche Sichtweisen: Geistiges Eigentum ist auch Motivation, etwas zu schaffen. #FIfF
  52. anjalorenz
    Gerade von Prof. Kühlen erfahren: der P52a Urhg ist verlängert worden http://bit.ly/UffY2P Befristung nicht optimal, aber ein Schritt #FIfF
  53. (Man sucht übrigens ein wenig, ehe man einen „vertrauenswürdigen“ Link für die Verlängerung des §52a UrhG findet.)
  54. anjalorenz
    Prof. Kuhlen berichtet über die katastrophalen gescheiterten Bewegungen für ein wissenschaftsfreundliches Urheberrecht #FIfF
  55. anjalorenz
    Öffentlichkeitsbegriff war ursprünglich eingeschränkt auf kl Kreise. An eine Öffentl. im Sinne des Internets hatte da keiner gedacht #FIfF
  56. anjalorenz
    Prof. Kuhlen erwähnt Krings, der 2007 die „Freibiermentalität der Wissenschaft“ angeprangert hat #FIfF #CC #OA http://bit.ly/SCjZ1G
  57. „Der CDU-Abgeordnete Günter Krings […] lobte daher die Einigung bei der Urheberabgabe, auch wenn diese langfristig nicht die Lösung sein könne und ‚kein Weg an DRM vorbeiführt‘. […] Auch der ‚Freibier-Mentalität in der Wissenschaft müssen wir Einhalt gebieten‘.“Quelle: heise.de
  58. Nach der Mittagspause starteten die Workshops, dabei auch meiner.
  59. Ich „konkurrierte“ dabei mit einigen interessanten Angeboten, insbesondere Aktionen des #FIfF selbst. Zur regulären Startzeit war der Raum noch leer 😦
  60. anjalorenz
    Mein Workshop startet in Raum E121. Wir haben Süßigkeiten! #FIfF
  61. Leo_Sturmfels
    come to the #darkside…. @anjalorenz Mein Workshop startet in Raum E121. Wir haben Süßigkeiten! #FIfF #StarWars #cookie
  62. Nach einiger Zeit waren wir dann aber doch 7 Personen, mit denen sich arbeiten lies. Ein detaillierterer Bericht folgt im Blog. Hier aber schon einige Fotos.
  63. Eigentlich hatte ich vor, mir am späten Nachmittag noch ein wenig die Stadt anzusehen. Aber es regnete und ich war dann doch daran interessiert, welche Abschlussarbeiten im Bereich des FIfF geschrieben und prämiert werden.
  64. anjalorenz
    Zum Abschluss noch die Verleihung von Studienpreisen der #FIfF.
  65. Eine Arbeit beschäftigte sich mit Lehrkonzepten zum Thema Informatik und Gesellschaft für Schulen. Darin wurde auch der Stand zur Forschung um dieses Thema beschrieben.
  66. anjalorenz
    Professuren zur gesellschaftlichen Verantwortung der Informatik sind in Deutschland rar #FIfF aktuell 4, bald nur noch 2
  67. anjalorenz
    Abschlussarbeit zum Rollenverhalten von #Siri & warum es eine Frau ist. Da scheint Geschlechterforschung in der Informatik sinnvoll #FIfF
  68. anjalorenz
    Erster Preis der #FIfF geht an eine Abschlussarbeit zu technischen und juristischen Möglichkeiten und Hürden von Online-Durchsuchungen
  69. Automatische Rechtschreibkorrektur nervt (wenn sie das Schreiben nicht sonst relativ komfortabel machen würde): Rainer Rehak war gemeint. Er nutzte seine Redezeit für die Danksagung auch, um die CC-Lizenz für Publikationen (nicht nur) in der FIfF-Kommunikation zu bewerben und die Bedeutung der Forschung rund um die Informationsethik zu betonen.
  70. FIfF_de
    Gegen den erschreckenden Abbau von Informatik&Gesellschaft an deutschen Hochschulen: #FIfF-Studienpreis heute verliehen #iug #verantwortung
  71. anjalorenz
    Informationsethik scheint hier bei der #FIfF ein brennendes Thema zu sein, dessen Schein von noch mehr Personen gesehen werden sollte.
  72. Danach bin ich wieder zurückgefahren, obwohl der Vortrag zur reproduzierbaren Biometrie heute sicher auch sehr spannend war. Ich danke dem FIfF für die Einladung und die Einblicke in seine Arbeit. Ich werde den Verein zumindest im Auge behalten, vielleicht lohnt sich aber auch eine (Probe-) Mitgliedschaft…
  73. anjalorenz
    Nach der #FIfF Jahrestagung wieder zu Hause, ganz schön kaputt. Danke für die vielen Einblicke und noch einen schönen Tagungssonntag.

[FifF] Gedanken zur Auswahl der Beiträge

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Workshop Header

Der Call for Contributions zum FifF-Workshop neue LebensWeltKrisen läuft nun noch gut 1,5 Monate. Damit wird es Zeit, sich über das Auswahlverfahren für die Beiträge Gedanken zu machen.

Mit dem CfC für den FifF-Workshop haben wir ja den Versuch gestartet, dessen Durchführung soweit wie möglich unter den Prinzipien öffentlicher Wissenschaft zu gestalten. So gab es einen Aufruf zur Mitgestaltung des CfCs und auch die Mitorganisatoren haben wir über diesen gefunden. Aber was heißt das für die Beitragsauswahl? Einige Punkte haben sich schon auf der Wikiversity-Seite angesammelt, die hier noch einmal genauer durchdacht werden sollen.

Bildquelle: Peer Review von AJ Cann (CC-BY-SA)

Wie kann ein Public Review durchgeführt werden?

Ein (Double-)Blind-Peer-Review ist undenkbar, wenn wir eine weitestgehende Öffnung der Beitragsauswahl anstreben. Nicht zuletzt soll diese zu einer gewissen Transparenz führen und genau erkennen lassen, warum einige Beiträge ausgewählt wurden und andere nicht. Die erste Frage stellt sich bei uns aber nach der technischen Umsetzung des Reviews. Ein Brainstorming ergab folgende Möglichkeiten:

  • Blog: Wir könnten die Beiträge als Artikel oder Seiten veröffentlichen (zum Beispiel direkt hier), der Review findet in den Kommentaren statt.
  • Wiki: Die Beiträge können in ein Wiki (wie der Wikiversity) eingestellt werden, Platz für die Reviews ist im Diskussionsteil. Im Gegensatz zum Blog kann die nachträgliche Änderung des Beitrags durch den Autor oder andere Nutzer nicht verhindert werden (auch, wenn sie nicht unbemerkt bleiben), dafür können die Reviewer weitestgehend anonym bleiben.
  • Blog mit Commentpress: Diesen Weg hatte Wolfgang Neuhaus versucht. In diesem Theme können Kommentare direkt an die Abschnitte gesetzt werden, was zur Verbesserung des Beitrags beiträgt. Allerdings haben wir hier ein anderes Setting: während Wolfgang Neuhaus durch das Review seinen Beitrag verbessern wollte, benötigen wir eine Aussage über die Qualität und ob er zu den „Auserwählten“ gehören soll oder nicht.
  • Google Drive (aka Google Docs): Die Artikel werden als Dokumente hier herein geladen und können hier kommentiert werden. So hatten das bspw. Jöran und Konsorten mit ihrem OER Whitepaper gemacht. Ebenso wie die Commentpress-Variante stand auch hier nicht eine Hop-oder-Top-Bewertung, sondern die Verbesserung des Beitrags im Vordergrund.
  • Social Reading bei iversity: Hier können Texte in PDF-Form annotiert werden. Problem dabei ist: die Gutachter müssen bei iversity registriert werden.
  • Weitere Tools, wie beispielsweise CrocoDoc: erlauben das kollaborative Kommentieren und Annotieren von Dokumenten und würden sich daher auch mehr oder weniger eignen.

Wie erfolgt eine transparente Beitragsauswahl?

Ich muss sagen, dass ich hier ebenfalls noch nicht sicher bin, ob das so ohne Komplikationen vonstatten geht: einerseits könnten uns die relevanten Einreichungszahlen fehlen, um es wirklich spannend zu machen, andererseits sind manchmal sicher auch Auswahlentscheidungen nötig „weil was besser zusammenpasst“ oder aus ähnlichen, nicht sehr objektiven Gründen. Wie kann hier möglichst transparent vorgegangen werden?

  • Klassisch über Ratings? Das ist aber auch anfällig (es sollen ja nicht die mit den meisten Fans „gewinnen“)
  • Toolgestützte Ratings mit Pros und Contras bspw. mit tricider.

QUALITÄTSSICHERUNG!

Schließlich soll die Öffnung der Auswahlprozesse die Qualität der Einreichungen fördern und nicht zu schlechteren Beiträgen führen. Die Bewertung durch Quasi-jeden macht aber auch schnell die „Amateure zu Gutachtern“. Wir haben zwar keine Angst, dass sich gänzlich ungeeignete Personen daran beteiligen – nach einem neuerlichen Interview habe ich wenn überhaupt dann Angst vor „Trollen“. Dennoch kann der Workshop nur ernstgenommen werden (sowohl von externen Lesern, vor allem aber von den Teilnehmern vor Ort), wenn wir durch bestimmte Maßnahmen die Qualität sicherstellen können. So sollte jeder Beitrag neben einer uneingeschränkt möglichen Zahl an öffentlichen Reviews durch mindestens 1-2 Chair-Mitglieder begutachtet. Aber was können wir noch tun?

Bei all diesen Entscheidungen sind wir über Hilfe, Kommentare, Erfahrungen und Meinungen dankbar!

[FIfF] Call for Contributions: Workshop NEUE LEBENS:WELT:KRISEN

4 Kommentare

Nach dem kurzen Vorspiel zur Gestaltung des CfCs hier nun endlich der Aufruf mit Bitte um reichlich Einsendungen und Weiterleitungen – auch als PDF und zum leichteren Einbinden auf Slideshare.

Workshop Header

Kontinuierliche Nachrichtenströme, ständige Statusaktualisierungen von Freunden, Kollegen oder sogar Programmen und Maschinen, sowie die eigene Präsenz und Interaktion in sozialen Netzwerken sind nur einige der heutigen Ausprägungen des Social Webs. Die wissenschaftliche Untersuchung und Erklärung der damit verbundenen Auswirkungen auf Individuum und Gesellschaft hat dabei gerade erst begonnen: Zwar stehen die Vorteile von Social Software besonders im Unternehmenseinsatz unter dem Schlagwort „Enterprise 2.0“ im Interesse vieler Forschergruppen und Konferenzen, die Betrachtung von Nebenerscheinungen und potenziell negativen Phänomenen hingegen finden insbesondere in Fachrichtungen mit starkem Technikfokus wie der Informatik nur allmählich ihren Weg in die wissenschaftliche Auseinandersetzung.

Die Ursache hierfür liegt nicht zuletzt in der Multidimensionalität des Problemfeldes begründet. Sie macht es erforderlich, die vielschichtigen Effekte dieser Entwicklungen interdisziplinär zu untersuchen und zu diskutieren. Mit diesem Workshop soll eine Plattform geschaffen werden, auf deren Basis die aktuell diskutierten Problemfelder, die mit der Entwicklung des Social Web einhergehen, untersucht und gleichzeitig ganzheitliche Lösungsstrategien angestrebt werden können.

Zielgruppe

Die bisher erzielten Erkenntnisfragmente finden sich verstreut über zahlreiche Disziplinen (neben der Informatik vor allem in der Medienforschung, der Biologie, der Medizin, der Psychologie, den Politikwissenschaften, den Wirtschaftswissenschaften und der Soziologie). Durch interdisziplinären Erkenntnisaustausch einen fachbereichsübergreifenden Erkenntnisfortschritt zu befördern ist daher wesentliches Ziel des Workshops.

Themenschwerpunkte

Der Workshop ist für Beiträge offen, die sich mit der Auswirkung des Social Webs auf den Menschen und/oder die Gesellschaft befassen. Dabei sind bereits interdisziplinär angelegte Arbeiten ausdrücklich erwünscht. Beispiele hierfür sind:

  • Facebook-Depressionen
  • Cybermobbing
  • Cyberstalking
  • Kollektive Hetzgemeinschaften
  • Shitstorms
  • Spam
  • Informationsvandalismus
  • Internet-Kriminalität
  • Hacking
  • Information Overload
  • Prokrastination
  • Amateurisierung in Kunst, Kultur, Wirtschaft und Politik
  • Veränderungen im Arbeitsalltag durch das Social Web
  • Bedenkliche Aspekte des Enterprise 2.0 (Illusion/Failure?)
  • Service-Level-Agreements
  • Online-Fandom
  • Social Media getriebene Politik
  • Cyber-Balkanization

Organisation

Der Workshop findet am 10.11.2012 im Rahmen der FIfF-Jahrestagung „Digitalisierte Gesellschaft: Wege und Irrwege“ in Fulda statt.

Er soll dabei ganz im Zeichen des Open-Science-Gedanken stehen. Für die Organisation gibt es im Rahmen des Projekts Open Science Live (OS:L) eine Wikiversity-Seite.

Veranstaltungsformat des Workshops

Der Workshop soll vor allem den interdisziplinären Austausch fördern, weshalb kurze Inputs, interaktive Formate und ein reger Austausch zwischen den Teilnehmenden im Vordergrund stehen. Daher möchten wir ausdrücklich auch zur Einreichung von Kurzbeiträgen und kurzen Statements aufrufen, durch die das Themenspektrum des Workshops erweitert und kleine und/oder sich noch in der Anfangsphase befindenden Forschungsprojekte vorgestellt oder aktuelle Beobachtungen diskutiert werden können. Zur Zusammenführung der Themen findet eine Gesamtdiskussion nach dem Fishbowl-Format statt.

Beitragsformen

In den Beiträgen sollen aktuelle und abgeschlossene Forschungsprojekte vorgestellt oder derzeitige Entwicklungen, Fallbeispiele und Beobachtungen in Kurz-Statements wissenschaftlich diskutiert werden. Hierzu sind drei Beitragsformen möglich:

  • Langbeiträge (max. 6000 Wörter, 30minütiger Vortrag inkl. Diskussion)
  • Kurzbeiträge (max. 3000 Wörter, 15minütiger Vortrag inkl. Diskussion)
  • Kurz-Statement (nur Abstract, 3-5minütiger Vortrag als Input für den Workshop)

Bitte senden Sie die Beiträge inklusive Titel, Abstract (ca. 200 Wörter) und Autoren per E-Mail an anja.lorenz@wirtschaft.tu-chemnitz.de. Neben den üblichen Formaten (DOC/X, PDF) freuen wir uns über offene Formate (ODP, HTML, Links zu Blogs etc.), die dem Open-Science-Anliegen der Veranstaltung entsprechen.

Termine

  • 27.08.2012 – Deadline zur Einreichung von Beiträgen
  • 24.09.2012 – Ende der Review-Phase
  • 01.10.2012 – Benachrichtigung der Autoren
  • 19.10.2012 – Final Version
  • 10.11.2012 – Workshop

Ansprechpartner

Anja Lorenz
Professur Wirtschaftsinformatik I
Technische Universität Chemnitz
Thüringer Weg 7, Zimmer 212
09126 Chemnitz

Telefon:              0371 / 531-37957
E-Mail:              anja.lorenz@wirtschaft.tu-chemnitz.de
Homepage:        http://www.tu-chemnitz.de/wirtschaft/wi2/wp/de/team/anja-lorenz/

Open Science Live auf der FIfF-Jahrestagung: Call for Format vor dem Call for Contributions

5 Kommentare

Nach unserem Vortrag bei der Konferenz Mensch und Computer 2011 wurden wir von Herrn Winzerling angesprochen, ob wir nicht einen Vortrag auf der FIfF-Jahrestagung 2012 halten möchten.

Wollten wir natürlich. Und auch einen Workshop organisieren? Wollten wir natürlich auch. Jetzt, wo das ganze konkreter wird, haben wir aber ein wesentliches Problem: Um insbesondere den Workshop allein stemmen zu können fehlen uns (oder mir, denn Christian wird sich aus privaten Gründen aus der Workshop-Organisation und-Durchführung zurückziehen müssen) schlichtweg personelle Ressourcen. Zwar hatten wir bereits auf der DGI und den studentischen Medientagen um Mitstreiter geworben, es fehlt uns aber bisher an konkreten Rückmeldungen und Zusagen. Weil uns das Projekt aber sehr am Herzen liegt und wir auch und vor allem in diesem Rahmen unseren Zusagen gern nachkommen möchten, war mein Gedanke, die Not zur Tugend zu machen und die Lösung für die Workshoporganisation in einem Grundparadigma zu suchen, mit dem ich mich immer mehr anfreunde: Open Science.

Open Science Live (OS:L)

Aus diesem Grund würde ich dieses (in letzter Zeit fast philosohisch diskutierte) Prinzip mit dem Workshop gern pragmatisch angehen und erproben, wie sich Open Science Grundprinzipien in einem konkreten Setting, eben diesem Workshop, wiederfinden können. Der Ansatz ist daher schnell entstanden: Open Science Live (OS:L), ein Wikiversity-Projekt zur Erprobung von Open Science in bestimmten fachlichen Settings und der FIfF-Workshop als konkretes Format.

Aufruf zum Teilgeben: We want you!

Dieses Experiment kann nur durch den Beitrag von verschiedenen Personen mit unterschiedlichstem Hintergrund gelingen. Und es gibt sehr viele Möglichkeiten, mitzuwirken:

Was nun?

Auf der Wikiversity-Seite zum FIfF-Workshop soll zunächst diskutiert werden, wie denn ein Workshop unter diesen Bedingungen überhaupt aussehen kann. Nach einer (zeitbedingt nicht allzu langen) Diskussion des Formats soll dieses konkret erprobt und durchgeführt werden. Rückmeldungen und Erfahrungen des Workshops können dann in die ursprüngliche Konzeption zurückfließen, die dann mit weiteren konkreten Workshops wiederum evaluiert und verbessert werden kann.

… also endlich mal Open Science leben und nicht nur drüber reden. Was haltet Ihr von dieser Idee? Würdet Ihr gern mitmachen? Dann herzlich gern!

Studentische Medientage 2012 in Chemnitz

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Unser Anliegen ist es ja immer (noch), das Social Web Pathologies-Thema ein wenig stärker zu beforschen, nur ist uns neben dem Fakt, dass uns ohne offizielles Projekt die Zeit knapp ist, auch bewusst geworden, dass wir ohne einen interdisziplinären Ansatz nicht weiterkommen. Daher versuchen wir bei unseren Vorträgen auch immer, andere dafür zu interessieren und im Idealfall für das Thema oder gewisse Teilthemen zu gewinnen. Mit diesem Ziel sind wir auch zu den Studentischen Medientagen in Chemnitz gegangen, für die wir das „trockene Forschungsthema“ ein wenig aufgepeppt haben. Die Prezi zum Vortrag „Huxley 2.0: Risiken und Nebenwirkungen der schönen neuen Social Media Welt“ ist natürlich auch online.

Ein paar Anfragen hatten uns schon erreicht, wir freuen uns natürlich auf mehr. Schreibt/sprecht/ruft uns einfach an, auch wenn Ihr schon sowas ähnliches macht: vielleicht können wir das ja zusammenführen.

Nochmal das konkrete Angebot: für die FifF-Jahrestagung wurde bei uns ein Workshop angefragt. Hier geht es zunächst um das Einsammeln, begutachten von Beiträgen und das Organisieren von ca. 2h Diskussion, für die wir noch Unterstützung suchen. Das wäre sicher ein sehr guter Einstieg in eine Community, die sich um diese Probleme kümmert, sie selbst für sich entdeckt und Euch als Experten versteht und annehmen will!

Danke auch nochmal an die Orga, die uns sehr offen begegnet ist und uns unsere kleinen Planungspannen nicht krumm genommen hat. Die Betreuung während der Veranstaltung war super: persönlcihe Begleitung von der Türschwelle bis zur Abmoderation, da können sich manche „traditionelle“ Konferenzen eine Scheibe abschneiden!

Die DGI 2012

1 Kommentar

Am letzten Freitag konnte ich unseren Beitrag „Towards a pathology of social media“ auf der DGI 2012 vorstellen. Mit unserer Einreichung hatten wir uns erstmals auf eine Konferenz gewagt, deren Teilnehmer eher nicht aus unseren Reihen stammen, sondern in diesem Fall aus den Informationswissenschaften.

Sowohl auf der GeNeMe11 als auch der Mensch und Computer 2011 war uns bewusst geworden, dass wir ohne eine interdisziplinäre Sicht auf die möglichen negativen Auswirkungen hier nicht weiterkommen. Also nix wie rein in die Höhle des Löwen…

Klar hätten wir die „alten“ Vortragsfolien entsprechend unseren Fortschritten überarbeiten und wiederverwenden können, aber eine Prezi ist eigentlich zukunftsträchtiger, da sie (1) auch für spätere Vorträge (hoffentlich) flexibler ist und (2) einfach mehr fetzt.


Towards a pathology of social media on Prezi

Die Diskussion und die Rückmeldungen zu unserem Vortrag verarbeiten wir nun nach und nach.

Direkt vor Ort habe ich ein sehr positives Feedback erhalten. Der Großteil der Zuhörer fand das Thema spannende und verfolgenswert. Es gab Hinweise darauf, doch auch einmal die Publikationsdatenbanken der Psychologen und Soziologen zu durchforsten (anders als in der IS-Forschung üblich ist hier die Sichtbarkeit auf Aggregatoren wie Google Scholar oder Mendeley wohl nicht so stark und sehr abhängig von den „Early Adopters“).

Von unseren „In-House“-Soziologen rund um Professor Voss hatten wir bereits die kritische Haltung bezüglich des Pathologie-Begriffs erfahren, da die negative Besetzung (also die Gleichsetzung mit Tod und Krankheit) zumindest im deutschen Sprachraum überwiegt. Ähnliche Rückmeldungen erhielten wir auch auf der DGI

Allerdings wurden wir hier auch auf den Begriff der Informationspathologie hingewiesen, der wohl in den Informationswissenschaften schon eine ganze Weile existiert und im Gegensatz zur (Psycho-)Pathologie nicht derart negativ verwendet wird. Krankheit, Störung, Pathologie… da ist die Begriffswelt der Informatik schon einfacher.

Unser persönliches Highlight

Wenn man in fremden Disziplinen einreicht läuft man ja immer Gefahr, dass an einerseits mit dem Rest der Konferenz nicht sehr viel anfangen kann und man zudem noch als Alien gilt, wenn man auch nur sagt, dass man eigentlich ja doch aus einer ganz anderen Ecke… aber doch irgendwie das gleiche… und man dachte… und überhaupt und sowieso. Auf der DGI2012 waren aber von vorn herein schon so viele Disziplinen vertreten, dass derartige Kritik nicht aufkam. Im Gegenteil: ich hatte ständig das Gefühl, dass gerade in den Informationswissenschaften das Zusammenspiel der Informatik und den Geisteswissenschaften wunderbar funktioniert.

Und nur so war es wohl möglich, dass wir auf einer anscheinend völlig fachfremden Disziplin tatsäch den zweiten Platz der Young Information Professionals Best Paper Awards bekommen haben, für den wir uns nochmals ganz herzlich bedanke möchten!

…wir pusten, bis Euer Demokratiehaus umfällt!

7 Kommentare

<ACHTUNG: MEINUNG>

Eigentlich finde ich es gut, dass sich Wikipedia und auch andere Unternehmen gegen den SOPA und PIPA aussprechen. Als diese Dienste (Facebook war auch dabei, zum Vorhaben selbst gab es eine Reihe von News-Beiträgen, z.B. von heise.de) die Idee äußerten, dann aus Protest einfach offline zu gehen, hielt ich das noch für rebellisch, bottom-up und reihte es im Kopf zunächst in die Schublade der Occupy-Bewegungen ein.

Schließlich ist da aber ein Gedanke, der mir nicht aus dem Kopf will: Was, wenn es um etwas anderes ginge?

Angenommen, die Atomstromproduzenten hätten mit dem Regierungsbeschluss gegen die Atomkraft einfach alle Werke abgeklemmt (mit dem Abschalten ist das ja bekanntlich etwas schwierig), hätte ich das auch rebellisch gefunden? Oder wenn Wikipedia sich dazu entscheiden würde, die deutschsprachigen Server abzuschalten, um den Rücktritt von Bundespräsident Wulff zu fordern. Oder wenn Facebook, Twitter oder sonstige Dienste das täten…?

Mittlerweile bin ich zu der Meinung übergegangen, dass der Zweck nicht die Mittel heiligen kann: Wikipedia reiht sich hier in eine Reihe von Lobbisten ein, die nicht mit Anreizen und Vergünstigungen für Politiker, wohl aber mit Drohungen arbeitet. Sorry, aber das geht nicht.

</ACHTUNG: MEINUNG>

So sieht Wikiprotest aus (Quelle: Wikipedia-SOPA-PIPABlackout-18-Jan-2012 von David Holmes, CC-BY)

Nun bin ich natürlich doch gespannt, was an diesem besonderen Tag ohne englische Wikipedia passiert. Mag das jemand wissenschaftlich betrachten und mit uns reflektieren? Wir sind ständig auf der Suche nach pfiffigen Studenten und Forschungskooperationen!

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