„[…] Traditionelle Medien haben nach wie vor keinen Bock auf Blogs, lesen sie aber trotzdem, saugen die Informationen dort heraus und nennen oft nicht einmal die Quelle. […]“

Die Amateurisierung der Informationsverbreitung ist scheinbar nicht nur Praxis von Privatpersonen und Laienredakteuren, sondern auch immer mehr „traditionelle“ Medien nutzen das Internet für Recherchen – und scheinen sie einerseits nicht über Blogartikel und Tweets hinaus zu prüfen, andererseits machen es dann Angaben wie „in einem Blog“ oder „Quelle: Internet“ anderen schwer, das nachzuholen. Jürgen Vielmehr scheint zwar eher die fehlende Anerkennung zu dem Artikel getrieben zu haben, es lässt aber auch zunehmend erkennen, dass Informationen aus dem Internet selbst hier ungeprüft übernommen und und verbreitet werden. Nicht zuletzt geht damit aber auch ganz klar die Verletzung von Urheberrechten einher. Zu deren Einhaltung existiert seit Beginn dieser Woche übrigens eine Petitionsplattform, bei der man gespannt sein kann, ob sich das ambitionierte Vorhaben in die Tat umsetzen lässt.

→ Einordnung: kulturelle Störung der Gesellschaft durch Exposition

Vielmeier, Jürgen (26.05.2011): Blogs als Quelle für traditionelle Medien: Keine Lust mehr, euer Fußvolk zu sein. In: Basic Thinking Blog. Online: http://www.basicthinking.de/blog/2011/05/26/blogs-als-quelle-fur-traditionelle-medien-keine-lust-mehr-euer-fusvolk-zu-sein [Stand: 17.06.2011]

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