[FIfF] Workshop NEUE LEBENS:WELT:KRISEN

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Der Beitrag liegt schon lange in der Entwurfsschublade, nun endlich habe ich mir zum Jahreswechsel etwas Zeit genommen, um ihn fortzusetzen. Einen Abschluss wird er in der FifF-Kommunikation 1/2013 finden, für den ich einen Artikel über den Workshop schreiben werde.

Vom 09.–11.11.2012 lief die FIfF-Jahrestagung, einen Storify-Rückblick habe ich bereits gepostet. In diesem Post möchte ich aber noch einmal speziell auf meinen Vortrag und den Workshop am Nachmittag eingehen. Zu beiden wurden wir von Prof. Winzerling nach unserem Beitrag bei der Mensch und Computer eingeladen.

Workshop Header

Nachdem Christian Elternzeit-bedingt für die Vorbereitungen nicht zur Verfügung stand, der klassische Workshop-Aufruf floppte und anfänglich akquirierte Mitstreiter daraufhin absprangen, stand ich allein vor der Aufgabe, die 2mal 1,5h des Workshops zu füllen. Ich will nicht behaupten, dass mich Prof. Winzerling „bequatscht“ hätte, damit ich nicht auch noch hinschmeiße, aber er war es schon, der am Ball blieb und mir immer wieder sagte, dass unser Thema wunderbar zum FIfF und der thematischen Ausrichtung der Jahrestagung passen würde. Und dafür kann ich ihm rückblickend nur danken.

Und so beschloss ich, vor allem meine Erfahrungen aus L3T’s Work zu nutzen und den Workshop so zu gestalten, dass sowohl ich als auch die Teilnehmer (1) Spaß daran haben und (2) vor allem durch den Austausch voneinander profitieren können.

Die Vorbereitung

Das Gute ist nicht nur, dass ich mir bei L3T’s Work viel abschauen konnte, mit Sandra Schön hatte ich auch eine Ansprechpartnerin, die ihre Erfahrungen gern teilt: Neben den L3T’s Work-Veröffentlichungen (in der bildungsforschung und der L3T-OER-Reihe), Dokumentation der Vorbereitung inklusive Literaturempfehlungen in ihrem Blog und dem Hinweis auf ihr Medienquiz, dass ich dann für den Einstieg genutzt habe, habe ich von ihr und anderen lieben Web-Kollegen, wie Ellen Trude, Ralf Appelt oder Oliver Tacke, wertvolle Hinweise und Best-Practice-Tipps zu den ganz praktischen Aspekten der Workshop-Gestaltung erhalten. Bereits an dieser Stelle: Vielen lieben Dank dafür!

Dazu kommt, dass ich ja durchaus fähig bin, Sachen einfach abzuschauen.

Nimm Dir ein Beispiel, das Du gut findest und mache es dann einfach genauso

, sage ich meinen Studenten oft, aber das ist nicht immer leicht. So gehörten zur den konkreten Workshop-Vorbereitungen (neben dem vielen Grübeln und Planen):

  • den Moderationskoffer für das Wochenende zu sichern und Ausstattung prüfen (so habe ich bspw. noch Stifte nachgekauft, um sicher zu gehen, dass wirklich alle schreiben),
  • die Plakate zu malen. Schöne Abwechslung zur sonstigen Arbeit, aber ich war auch froh, als die 8 Plakate fertig waren,
  • die Posterrolle zu verteidigen (die an diesem Wochenende natürlich auch von anderen Kollegen gebraucht wurde) und
  • die Medienquiz-Kärtchen zu basteln.

Für letzteres habe ich mich ein wenig in die Geschichte der Medienkritik eingelesen, da bei den SoWePa-Vorträgen schnell der Social-Media-Verteufelungston mitschwingt oder bei den Zuhörern so ankommt (wer mich kennt und/oder googelt, weiß, dass das nicht beabsichtigt sein kann).

Der Vortrag

Während man bei anderen Vorträgen die kritische Betrachtung von Social Media erst einmal verteidigen muss, trifft man beim FIfF auf eine Zuhörerschaft, die sich schon seit fast 30 Jahren mit den gesellschaftlichen Auswirkungen von IT befasst. Orwell und Huxley, deren Gegenüberstellung ich für den Einstieg genutzt habe, haben die Mehrzahl der Zuhörer gelesen (im Gegensatz zum Publikum bei den Chemnitzer Medientagen, hier war Orwell bekannt und auch mäßig gelesen, Huxley kannten aber nur sehr wenige – die Kommunikationswissenschaftler und die, die es mal werden wollen, schienen diese eher zur Nerd-Literatur für Informatiker zu zählen). Überzeugungsarbeit musste ich hier also nicht leisten.

Nachdem ich die FIfF-Mitglieder bereits am Freitag etwas kennen lernen durfte, legte ich bei den letzten Vortragsvorbereitungen abends im Hotel den Schwerpunkt des Vortrags noch spontan auf die konkreten Phänomene um (was laut Rückblick des FifF selbst wohl gut ankam).

 

Cybermobbing schien mir doch schon sehr bekannt zu sein, aber vor allem zu Informationsvandalismus hatte ich in letzter Zeit einige Beispiele gesammelt: Falsche Fotos zum US-Ostküstenhurrikan Sally (12), angebliche HD-Bilder vom Mars-Roboter Curiosity oder schlichtweg falschen Berichten darüber, dass Facebook-Verweigerer nach psychologischen Studien potentielle Amokläufer wären. Ergänzt um die Problematik der Shitstorms und Filterbubbles sowie dem Schufa-Beispiel als konkrete wirtschaftliche Auswirkung und abgerundet durch unseren Klassifikationsansatz zeigte die Diskussion das rege Interesse an unserem Thema.

Woran erkenne ich denn jetzt, ob eine Information im Internet wahr ist oder nicht?

… war eine der für mich spannendsten Fragen. Ich hatte auch keine Antwort, nur eine Gegenfrage: „Woran erkennt man das denn im Fernsehen?“ Scripted Reality lässt die Zuschauer glauben, dass es sich um reale Sachverhalte handelt und wer einmal „Wag the Dog“ gesehen hat, weiß (hoffentlich), dass die kritische Auseinandersetzung mit sämtlichen Berichterstattungen angebracht ist.

Der Workshop

Den Workshop am Nachmittag hatte ich in zwei Teile untergliedert: Nach einer kurzen Vorstellungsrunde (bei denen ich die Medienquiz-Karten einsetzte) standen zwei Fragen im Raum:

  1. Woher: Was hat sich (bisher) durch Social Media verändert?, und
  2. Wohin: Was könnte sich dadurch (noch) verändern)?

 

Die Ergebnisse der Diskussionen dokumentiert durch die beschrifteten Plakate sind in der Diashow und auch in meinem Album mit allen Fotos bei Google+ zu finden. Eine (wohl eher persönliche) Auswertung folgt in der FifF-Kommunikation 1/2013 (, die seit diesem Treffen ihren Autoren die CC-BY-Lizenz empfiehlt, die ich auch wahrnehmen werde).

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Ich möchte an dieser Stelle aber schon einmal dem FifF, den Workshop-Teilnehmern und allen Beratern im Vorfeld des Workshops danken. Das Workshop-Format hat sich für mich als wirklich interessant herausgestellt und hätte das „SoWePa“-Projekt eine tatsächliche Finanzierung und damit Platz  in meinem Arbeitsalltag würde ich so etwas gern mit einer größeren Gruppe wiederholen. Vielleicht/hoffentlich ergibt sich hierzu eine Gelegenheit.

FIfF Jahrestagung 2012 (Rückblick)

2 Kommentare

  1. FIfF_de
    Am Wochenende schon was vor? FIfF-Jahrestagung in #Fulda http://www.fiff.de/2012 #fiff
  2. Neben meinem Vortrag am Samstag morgen war für den Nachmittag ein Workshop geplant, den ich mit Plakat malen und Koffer packen vorbereitet hatte. Neben der Herangehensweise hatte ich auch in einem weiteren Aspekt von L3T’s Work gelernt: Süßigkeiten sind wichtig🙂
  3. anjalorenz
    Almost ready for my #FIfF12 Workshop at Saturday. @ Professur Wirtschaftsinformatik http://instagr.am/p/Rx9YFSniNf/
  4. Freitag, 09.11.2012

  5. anjalorenz
    Und täglich grüßt… die Anfahrtsbeschreibung zur #FIfF. Fühle mich gut informiert.
  6. Trotz einer relativ knappen Anfahrt in Chemnitz bin ich rechtzeitig in Fulda angekommen.
  7. anjalorenz
    Die #FIfF Jahredtagung startet. (@ Hochschulzentrum Transfer) http://4sq.com/Tzdtdk
  8. Der Freitag stand unter dem Motto „Kinder Medien Bildung“ und wie die gesamte FIfF Jahrestagung öffentlich und kostenlos.
  9. Schönn war es auch, ein bekanntes Gesicht vom EduCamp Ilmenau #ecil12 wiederzusehen.
  10. tinowa
    Jetzt Vorträge als Auftakt zum #FIfF zu KinderMedienBildung im #Fulda Transfer
  11. Im ersten Vortrag blickte Prof. Nagl auf die Kindermedien der Geschichte zurück, angefangen im Mittelalter. Linktipp: Seine virtuelle Ausstellung historischer Medien für Kinder.
  12. Im Mittelalter erlebten Kinder Medien insbesondere in Form von Sprache, hauptsächl in der Kirch, bei „Events“ wie religiösen Festen und Hinrichtungen. Auch die – oft sehr brutalen – Darstellungen in den Wandgemälden der Kirchen gehörte dazu.
  13. anjalorenz
    Prof. Nagl beginnt bei Kindermedien und -bildung im Mittelalter. Doom ist da nichts dagegen gewesen #FIfF
  14. tinowa
    Über Grauen Folter im Medium der mittelalterl. Malerei zu referieren erzeugt sofort Aufmerksamkeit b. Publikum #FIfF #KinderMedienBildung
  15. anjalorenz
    Teufel und Kinderfresser als pädagogisches Mittel im Mittelalter. So habe ich das noch nicht gesehen, ist aber naheliegend #FIfF
  16. „Social Media Pathologien“ waren immer schon ein Thema.
  17. tinowa
    Im 19. Jh. Warnung vor dem Buch: Gefahr der phantasieanregenden Lesesucht (Heinrich Zschokke 1821) #KinderMedienBildung #FIfF
  18. anjalorenz
    Alles mal als böse beschimpft: Lesen, Süßigkeitenautomaten, Sammelbilder, Rummel, Zirkus, Kino, Groschenhefte… #FIfF
  19. tinowa
    „Der Kinematograph ist unersättlich…“ (Walther Conrad, Berlin 1910) #KinderMedienBildung #FIfF
  20. Der zweite Vortrag hatte meiner Meinung nach eine etwas irreführenden Titel. Frau Prof. Schelhowe sprach nur kurz von Versuchen zur Lehrautomatisierung und Serious Games, die sie zu den „Irrwege der Anwendung des Computers für das Lernen“ hält.
  21. anjalorenz
    Jetzt Prof. Schelhowe zu Irrwegen der Computernutzung zum Lernen. 1) Lehren erleichtern oder abnehmen 2) Serious Games #FIfF
  22. anjalorenz
    Prof. Schelhowe spricht sich gegen #Gamification und #Edutainment aus, bevorzugt „Playful learning“ #FIfF
  23. Ich war kurz irritiert, dass sie Gamification-Ansätze als einen solchen Irrweg sieht, allerdings scheint es eher das Wort und der Hype zu sein, der sie stört: „Playful Learning“ nicht des Spielens, sondern des Lernens willen.
  24. anjalorenz
    Zitiert Studie, in der Lerneffekt beim lesenden Erarbeiten größer sei, als bei Simulation/anschaulicher Darstellung #FIfF -.-
  25. anjalorenz
    Abstraktion und Musterbildung seien aber gleichsam mit Computern möglich. Jetzt sind wir wieder beisammen #FIfF
  26. Nach diesen beiden Beispielen stellte sie Projekte aus dem DiMeB-Projekt vor, in der Kinder mit Lego Mindstorms, Wearables u.ä. eigene Vorstellungen von deren Funktionsweise und Interaktionen entwickeln können.
  27. anjalorenz
    Bericht von Function follows Form Phänomen in den Workshop mit Kindern: Plan war Vogel, mit Lego ist es aber nur ein Panzer geworden #FIfF
  28. Die darauffolgende Diskussion kam natürlich an dem Thema Computer- und insbesondere „Baller“-spiele für Jugendliche nicht vorbei.
  29. anjalorenz
    Frage an Prof. Nagel, ob man Jugendliche (wieder) Computer spielen lassen kann #FIfF
  30. anjalorenz
    Prof. Nagl wirft Informatikern vor, dass sie sich geehrt gefühlt haben, dass Computerspielen diese Macht zugeschrieben wird #FIfF
  31. anjalorenz
    Prof. Nagl meint, jeder, der mal eine Waffe in der Hand hatte, weiß, dass es etwas ganz anderes ist als ein PC-Spiel #FIfF
  32. anjalorenz
    Prof. Nagl spricht von der Generation, die die Lesesucht überlebt hat🙂 #FIfF
  33. Anschließend nahm ich das Angebot zum gemeinsamen Abendessen mit #FIfF-Mitgliedern und weiteren Vortragenden an (zumal ich bis dahin kaum jemanden kannte und das gern ändern wollte). Dabei erhielt ich einen weiteren Einblick in die breitgefächerten Arbeiten des Vereins: Neben neuen Lizenzmodellen für die Vereinszeitschrift FIfF-Kommunikation (hier sollen demnächst die Autoren zur Veröffentlichung unter CC-Lizenz gebeten werden) war auch eine geplante Stellungnahme zum aktuellen Entwurf der EU-Datenschutzverordnung Thema.
  34. anjalorenz
    Hotel mit WLan #ilike Einmal Profis! Freue mich schon auf den morgigen #FIfF Tag
  35. Samstag, 10.11.2012

  36. Die Vorträge und Workshops heute fanden auf den Campus der Hochschule Fulda statt.
  37. mgnetz
    Nach einem interessanten Vortrag von Prof. Nagl über Kindermedien gestern Abend geht jetzt die Tagung des fiff.de 2012 los…#FIfF12
  38. anjalorenz
    Wenn sich der Vorhang hebt, geht es hier gleich los mit der #FIfF Jahrestagung @ Hochschule Fulda http://instagr.am/p/R13ePgHiOv/
  39. Gleich der erste Vortrag war meiner – früh um 09:00 Uhr und dennoch waren einige Zuhörer gekommen (einige wohl auch extra wegen mir, wie sie mir hinterher erzählten, was mich sehr gefreut hat).
  40. mgnetz
    Nun Anja Lorenz darüber, wie das social Web Individuum und Gesellschaft verändert…#fiff12
  41. Im folgenden Vortrag von Frau Prof. Weber wurde ein weiteres Arbeitsfeld der #FIfF adressiert: der computergestützten Kriegsführung, auch bekannt unter dem Begriff „Cyberwar“. Dabei stellte Prof. Weber besonders die Realität um den Einsatz von Drohnen zu militärischen und zivilen, sog. „Techno-Security“-, Zwecken.
  42. anjalorenz
    Prof. Weber: 298 von 350 Angriffe mit bewaffneten Drohnen fällen in die Amtszeit des Friedensnobellpreisträgers #Obama #FIfF
  43. Neben der technologischen Betrachtung wurden auch politische Haltungen zum Einsatz von Drohnen erwähnt.
  44. anjalorenz
    Alle männlichen Getöteten der „Achse des Bösen“ werden ohne weitere Überprüfung als „Militante“ bezeichnet #FIfF
  45. Linktipp: Auf der Webseite „Living Under Dornes“ berichten Betroffene darüber, welche Folgen die alltägliche Präsenz von Drohnen für die Menschen hat.
  46. anjalorenz
    Prof. Weber erwähnt http://livingunderdrones.org/ Beklemmend, wenn ich bedenke, dass meine Oma ein Trauma vor Flugzeugen vom #WW2 hat #FIfF
  47. Anträge für Forschungsprojekte zur ethischen Bedeutung der IT zu militärischen Zwecken wurden bislang nicht genehmigt…
  48. anjalorenz
    Prof. Weber: Forschungsgelder im Bereich ethischer Aspekte militärischer Robotik bekommt man nur sehr schwer #FIfF
  49. Meine automatische Rechtschreibkorrektur hat leider aus ab und zu aus Prof Kuhlen, der den letzten Vortrag an diesem Vormittag gehalten hatte, leider „Kühlen“ gemacht. Sein Vortrag zu Eigentum und Urheberrecht brachte einen Überblick über Bemühungen um ein wissenschaftsfreundliches Urheberrecht und deren Scheitern bis hin zur Verlängerung des §52a UrhG am Freitag.
  50. anjalorenz
    Jetzt „Was hat ‚Eigentum‘ im Urheberrecht zu suchen?“ von Prof. Kühlen #FIfF
  51. anjalorenz
    Prof. Kühlen sammelt mögliche Sichtweisen: Geistiges Eigentum ist auch Motivation, etwas zu schaffen. #FIfF
  52. anjalorenz
    Gerade von Prof. Kühlen erfahren: der P52a Urhg ist verlängert worden http://bit.ly/UffY2P Befristung nicht optimal, aber ein Schritt #FIfF
  53. (Man sucht übrigens ein wenig, ehe man einen „vertrauenswürdigen“ Link für die Verlängerung des §52a UrhG findet.)
  54. anjalorenz
    Prof. Kuhlen berichtet über die katastrophalen gescheiterten Bewegungen für ein wissenschaftsfreundliches Urheberrecht #FIfF
  55. anjalorenz
    Öffentlichkeitsbegriff war ursprünglich eingeschränkt auf kl Kreise. An eine Öffentl. im Sinne des Internets hatte da keiner gedacht #FIfF
  56. anjalorenz
    Prof. Kuhlen erwähnt Krings, der 2007 die „Freibiermentalität der Wissenschaft“ angeprangert hat #FIfF #CC #OA http://bit.ly/SCjZ1G
  57. „Der CDU-Abgeordnete Günter Krings […] lobte daher die Einigung bei der Urheberabgabe, auch wenn diese langfristig nicht die Lösung sein könne und ‚kein Weg an DRM vorbeiführt‘. […] Auch der ‚Freibier-Mentalität in der Wissenschaft müssen wir Einhalt gebieten‘.“Quelle: heise.de
  58. Nach der Mittagspause starteten die Workshops, dabei auch meiner.
  59. Ich „konkurrierte“ dabei mit einigen interessanten Angeboten, insbesondere Aktionen des #FIfF selbst. Zur regulären Startzeit war der Raum noch leer😦
  60. anjalorenz
    Mein Workshop startet in Raum E121. Wir haben Süßigkeiten! #FIfF
  61. Leo_Sturmfels
    come to the #darkside…. @anjalorenz Mein Workshop startet in Raum E121. Wir haben Süßigkeiten! #FIfF #StarWars #cookie
  62. Nach einiger Zeit waren wir dann aber doch 7 Personen, mit denen sich arbeiten lies. Ein detaillierterer Bericht folgt im Blog. Hier aber schon einige Fotos.
  63. Eigentlich hatte ich vor, mir am späten Nachmittag noch ein wenig die Stadt anzusehen. Aber es regnete und ich war dann doch daran interessiert, welche Abschlussarbeiten im Bereich des FIfF geschrieben und prämiert werden.
  64. anjalorenz
    Zum Abschluss noch die Verleihung von Studienpreisen der #FIfF.
  65. Eine Arbeit beschäftigte sich mit Lehrkonzepten zum Thema Informatik und Gesellschaft für Schulen. Darin wurde auch der Stand zur Forschung um dieses Thema beschrieben.
  66. anjalorenz
    Professuren zur gesellschaftlichen Verantwortung der Informatik sind in Deutschland rar #FIfF aktuell 4, bald nur noch 2
  67. anjalorenz
    Abschlussarbeit zum Rollenverhalten von #Siri & warum es eine Frau ist. Da scheint Geschlechterforschung in der Informatik sinnvoll #FIfF
  68. anjalorenz
    Erster Preis der #FIfF geht an eine Abschlussarbeit zu technischen und juristischen Möglichkeiten und Hürden von Online-Durchsuchungen
  69. Automatische Rechtschreibkorrektur nervt (wenn sie das Schreiben nicht sonst relativ komfortabel machen würde): Rainer Rehak war gemeint. Er nutzte seine Redezeit für die Danksagung auch, um die CC-Lizenz für Publikationen (nicht nur) in der FIfF-Kommunikation zu bewerben und die Bedeutung der Forschung rund um die Informationsethik zu betonen.
  70. FIfF_de
    Gegen den erschreckenden Abbau von Informatik&Gesellschaft an deutschen Hochschulen: #FIfF-Studienpreis heute verliehen #iug #verantwortung
  71. anjalorenz
    Informationsethik scheint hier bei der #FIfF ein brennendes Thema zu sein, dessen Schein von noch mehr Personen gesehen werden sollte.
  72. Danach bin ich wieder zurückgefahren, obwohl der Vortrag zur reproduzierbaren Biometrie heute sicher auch sehr spannend war. Ich danke dem FIfF für die Einladung und die Einblicke in seine Arbeit. Ich werde den Verein zumindest im Auge behalten, vielleicht lohnt sich aber auch eine (Probe-) Mitgliedschaft…
  73. anjalorenz
    Nach der #FIfF Jahrestagung wieder zu Hause, ganz schön kaputt. Danke für die vielen Einblicke und noch einen schönen Tagungssonntag.

Social Web Pathologien: Wo führt das hin? Eine Expertenrunde auf der FIfF-Jahrestagung

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Nach den Schwierigkeiten, einen breiten Vortrags-Workshop für die FIfF-Jahrestagung zu organisieren haben wir überlegt, wie man den Workshop mit den Experten vor Ort ohne eine vorher festgelegte Vortragsagenda gestalten kann. Und hier habe ich schnell verstanden, warum denn Vortrags-Workshops so beliebt sind: Sie sind sicher und bedeuten für die Organisatoren nur mäßigen Aufwand. Mit der Erinnerung an L3T’s Work sehe ich aber zunehmend das Potential dieser Runde: Die FIfF-Mitglieder beschäftigen sich seit Jahren mit der gesellschaftlichen Bedeutung der IT-Innovationen, so auch zunehmend mit der von Social Media. Die Erfahrungen dazu, „wie die Entwicklungen früher verlaufen sind“, sind für die Bewertung der Social Web Pathologien, wie wir die potentiell negativen Entwicklungen durch Social Media genannt haben, sollten wir in dem Workshop unbedingt dazu nutzen, die aktuellen Phänomene und Einflussbereiche einzuschätzen.

Wir werden uns  hierfür ein wenig mit den Methoden der Zukunfts- und Trendforschung beschäftigen (aktuell sehen wir in der Delphi-Methode Potential) und würden uns freuen, hierzu Unterstützung zu bekommen. Sowohl in Form von Kommentaren, Link- und Literaturtipps, aber gern auch im Rahmen einer Abschlussarbeit, für die wir noch einen Bearbeiter suchen. Die Ausschreibung dazu ist hier zu finden. Mit einer solchen studentischen Hilfe könnten wir sicherstellen, dass die im Workshop erreichten Ergebnisse adequat und vor allem Zeitnah ausgewertet werden. Im Gegenzug bieten wir ein Abschlussarbeitsthema, das relevant ist, Kontakt zu Experten bietet und an dessen Ergebnis sich in weiteren Qualifikationsarbeiten nahtlos anschließen ließe. Unsere Unterstützung hierzu ist dann gewiss.

[FIfF] Stell Dir vor, es gibt einen Call und keiner…

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Ok, es war ein Experiment. Und Experimente, vor allem die ersten ihrer Art, haben die Eigenart, nicht immer glatt zu laufen…

Die Deadline für den CfC zum FIfF-Workshop neue LebensWeltKrisen ist schon eine Weile verstrichen und ich habe seitdem mit verschiedenen Leuten gesprochen, insbesondere mit Werner Winzerling vom FIfF. Wir haben da nämlich ein Problem: Es gab nicht eine Einreichung – Zero Inbox.

Dass der Workshop nicht übermäßig überrannt werden wird, war uns ja schon klar, aber komplett ohne Einreichungen, das ist nun doch kein leichtes Fazit. Aber es ist eins und ich denke, es muss gezogen werden.

Warum?

Auch wenn die Taschentücher trocken geblieben sind haben wir uns natürlich gefragt, warum denn wirklich nicht eine Einrreichung zum Workshop eingetrudelt ist (wobei der Fall, dass nur so wenige Einreichungen eingegangen wären, wie es Zeitslots gibt und damit alle quasi-automatisch akzeptiert wären, sicher wesentlich unangenehmer gewesen wäre). Das kann verschiedene Gründe haben:

  1. Das Thema. Die Themen des Calls sind einerseits weit interdisziplinär gestreut, andererseits gibt es nur eine Hand voll Wissenschaftler, die sich damit auseinandersetzt. Die meisten Fundstellen unseres Literaturreviews hatten wir in englischsprachigen Journals mit meist amerikanischen oder asiatischen Autoren. In Deutschland gibt es einige „Urban Stories“ und das Interesse an Shitstorms, Cybermobbing etc. steigt allmählich, aber sehr populär ist es offenbar nicht. Was passiert, wenn man sich kritisch mit Medien auseinandersetzt, zeigt die #Spitzer-Diskussion (wobei sich hier Professor Spitzer an vielen Stellen zu leicht angreifbar gemacht hat, was das „Spitzer-Bashing“ gefüttert hatte – andererseits hätte eine sachliche Argumetation in einem Buch wohl kaum Aufmerksamkeit erregt, schon gar nicht in diesem Ausmaß). Durch diese ist aber auch das Eis, auf das man sich bewegt, wenn man die Social Media Welt kritisch hinterfragt, sehr dünn geworden, man will schließlich nicht in die selbe Ecke gestellt werden.
  2. Die Zielgruppe. Die starke Interdisziplinarität macht es natürlich schwer, die richtige Zielgruppe zu finden und anzusprechen. Wir haben eine Reihe von Forschern, Institutionen und Vereinen angeschrieben, für die der Call interessant sein könnte, aber sicher nicht alle erreicht. Und dann ist mal ja ein Call von Vielen von Nachwuchswissenschaftlern mit quasi keiner Reputation auf dem Gebiet. Sichtbarkeit Glückssache.
  3. Die Zeit. Calls im August gibt es recht viele und es ist auch nicht sonderlich attraktiv, die Urlaubszeit mit Paperschreiben zu verbringen (ist ja nicht jeder so bekloppt wie ich).
  4. Die Veranstaltung. Das FIfF scheint eine interessante Gesellschaft zu sein, die die Auswirkungen von Informationstechnologien auf die Gesellschaft schon sehr zeitig (1984) ins Auge gefasst hatte. Dennoch ist es eher ein kleiner Verein (Wikipedia spricht von etwa tausend Mitgliedern) und die Jahrestagung ist über dessen Mitglieder hinaus eher wenig bekannt (zumindest meiner Wahrnehmung nach). Auch wenn ich die Zusammensetzung als besonders spannend empfinde tun das andere vielleicht nicht und sparen sich ihre Einreichungen für eigene Fachcommunities oder publikationsrechnerisch interessantere Veranstaltungen (ohne das abwertend zu meinen, ich verstehe das durchaus). Aus den Kreisen der FIfF versicherte mir Herr Winzerling, dass die Community vor Ort sicher sehr interessiert sein wird, ein Aufruf im Vorfeld aber unüblich für die Veranstaltung sei.
  5. Das Format. Hierin sehe ich den größten Schwachpunkt und im Nachhinein sogar einen Fehler. Ich hätte traditionell aufrufen sollen und die akzeptierten Papers im Zweifel subjektiv bestimmen sollen, als offen diskutieren zu wollen. Vielleicht spielt man nicht mit Calls, sondern sollte schlichtweg den traditionellen Weg gehen. Ich beobachte auch bei anderen ähnlich offnen Calls zu Buchpublikationen diese Schwierigkeiten, Teilnehmer und/oder Autoren zu finden. Es ist eben doch etwas unsicher, ein neuer Weg, bei dem man nicht weiß, was passiert. Was ist denn, wenn die schnell hingetippte Einreichung öffentlich verrissen wird? Da sind traditionelle Calls mit double blind Reviews sicher einfacher zu handhaben. Und das gerade in diesem Kontext: Die Autoren schreiben über bedenkliche Aspekte von Social Media und sollen in einem Blog diskutiert werden? Irgendwie kommt mir das jetzt auch sehr schizophren vor. Das hätte ich lieber optional machen sollen.

Alles in allem gab es eine Reihe ungünstiger Faktoren, aber die gibt es bei anderen Veranstaltungen auch. Vermutlich ist es eine Mischung aus allem, gepaart mit den jeweils persönlichen Kontextfaktoren potentieller Autoren. Es ist auch kein Vorwurf, sondern Verständnis (ich hätte ein eventuelles Paper auch lieber auf einer „größeren Bühne“ eingereicht).

Und nun?

So ganz traurig bin ich nicht darüber: keine Reviews, keine Auswahl, kein Layouten, kein Community-Management für die Autoren. Herr Winzerling hat mir mehrfach versichert, dass ich unter den FIfF-Mitgliedern vor Ort aber auf starkes Interesse stoßen werde und eher einen offenen Workshop anstreben sollte. Also wie eine Mini-Unkonferenz. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, was ich genau thematisieren soll, aber ich denke, mir wird da etwas einfallen. Mit Veranstaltungen wie den EduCamps oder L3T’s Work habe ich diese offenen Workshop-Formen sehr schätzen gelernt.

Das Thema eines offenen Workshop-Calls nach Open-Science-Prinzipien ist für mich dann erst einmal abgeschlossen (und reicht höchstens fürs Junq). Klar würde mich interessieren, was denn „schief gelaufen“ ist und ob das Format wirklich dran schuld war, oder nicht doch eher das wenig erforschte Thema. Aber das werde ich wohl nie erfahren, denn eine Zielgruppe, die man nicht hat, kann man nur schlecht erreichen. Über Feedback auf beliebigen Kanälen bin ich aber wie immer dankbar.

[FifF] Gedanken zur Auswahl der Beiträge

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Workshop Header

Der Call for Contributions zum FifF-Workshop neue LebensWeltKrisen läuft nun noch gut 1,5 Monate. Damit wird es Zeit, sich über das Auswahlverfahren für die Beiträge Gedanken zu machen.

Mit dem CfC für den FifF-Workshop haben wir ja den Versuch gestartet, dessen Durchführung soweit wie möglich unter den Prinzipien öffentlicher Wissenschaft zu gestalten. So gab es einen Aufruf zur Mitgestaltung des CfCs und auch die Mitorganisatoren haben wir über diesen gefunden. Aber was heißt das für die Beitragsauswahl? Einige Punkte haben sich schon auf der Wikiversity-Seite angesammelt, die hier noch einmal genauer durchdacht werden sollen.

Bildquelle: Peer Review von AJ Cann (CC-BY-SA)

Wie kann ein Public Review durchgeführt werden?

Ein (Double-)Blind-Peer-Review ist undenkbar, wenn wir eine weitestgehende Öffnung der Beitragsauswahl anstreben. Nicht zuletzt soll diese zu einer gewissen Transparenz führen und genau erkennen lassen, warum einige Beiträge ausgewählt wurden und andere nicht. Die erste Frage stellt sich bei uns aber nach der technischen Umsetzung des Reviews. Ein Brainstorming ergab folgende Möglichkeiten:

  • Blog: Wir könnten die Beiträge als Artikel oder Seiten veröffentlichen (zum Beispiel direkt hier), der Review findet in den Kommentaren statt.
  • Wiki: Die Beiträge können in ein Wiki (wie der Wikiversity) eingestellt werden, Platz für die Reviews ist im Diskussionsteil. Im Gegensatz zum Blog kann die nachträgliche Änderung des Beitrags durch den Autor oder andere Nutzer nicht verhindert werden (auch, wenn sie nicht unbemerkt bleiben), dafür können die Reviewer weitestgehend anonym bleiben.
  • Blog mit Commentpress: Diesen Weg hatte Wolfgang Neuhaus versucht. In diesem Theme können Kommentare direkt an die Abschnitte gesetzt werden, was zur Verbesserung des Beitrags beiträgt. Allerdings haben wir hier ein anderes Setting: während Wolfgang Neuhaus durch das Review seinen Beitrag verbessern wollte, benötigen wir eine Aussage über die Qualität und ob er zu den „Auserwählten“ gehören soll oder nicht.
  • Google Drive (aka Google Docs): Die Artikel werden als Dokumente hier herein geladen und können hier kommentiert werden. So hatten das bspw. Jöran und Konsorten mit ihrem OER Whitepaper gemacht. Ebenso wie die Commentpress-Variante stand auch hier nicht eine Hop-oder-Top-Bewertung, sondern die Verbesserung des Beitrags im Vordergrund.
  • Social Reading bei iversity: Hier können Texte in PDF-Form annotiert werden. Problem dabei ist: die Gutachter müssen bei iversity registriert werden.
  • Weitere Tools, wie beispielsweise CrocoDoc: erlauben das kollaborative Kommentieren und Annotieren von Dokumenten und würden sich daher auch mehr oder weniger eignen.

Wie erfolgt eine transparente Beitragsauswahl?

Ich muss sagen, dass ich hier ebenfalls noch nicht sicher bin, ob das so ohne Komplikationen vonstatten geht: einerseits könnten uns die relevanten Einreichungszahlen fehlen, um es wirklich spannend zu machen, andererseits sind manchmal sicher auch Auswahlentscheidungen nötig „weil was besser zusammenpasst“ oder aus ähnlichen, nicht sehr objektiven Gründen. Wie kann hier möglichst transparent vorgegangen werden?

  • Klassisch über Ratings? Das ist aber auch anfällig (es sollen ja nicht die mit den meisten Fans „gewinnen“)
  • Toolgestützte Ratings mit Pros und Contras bspw. mit tricider.

QUALITÄTSSICHERUNG!

Schließlich soll die Öffnung der Auswahlprozesse die Qualität der Einreichungen fördern und nicht zu schlechteren Beiträgen führen. Die Bewertung durch Quasi-jeden macht aber auch schnell die „Amateure zu Gutachtern“. Wir haben zwar keine Angst, dass sich gänzlich ungeeignete Personen daran beteiligen – nach einem neuerlichen Interview habe ich wenn überhaupt dann Angst vor „Trollen“. Dennoch kann der Workshop nur ernstgenommen werden (sowohl von externen Lesern, vor allem aber von den Teilnehmern vor Ort), wenn wir durch bestimmte Maßnahmen die Qualität sicherstellen können. So sollte jeder Beitrag neben einer uneingeschränkt möglichen Zahl an öffentlichen Reviews durch mindestens 1-2 Chair-Mitglieder begutachtet. Aber was können wir noch tun?

Bei all diesen Entscheidungen sind wir über Hilfe, Kommentare, Erfahrungen und Meinungen dankbar!

[FIfF] Call for Contributions: Workshop NEUE LEBENS:WELT:KRISEN

4 Kommentare

Nach dem kurzen Vorspiel zur Gestaltung des CfCs hier nun endlich der Aufruf mit Bitte um reichlich Einsendungen und Weiterleitungen – auch als PDF und zum leichteren Einbinden auf Slideshare.

Workshop Header

Kontinuierliche Nachrichtenströme, ständige Statusaktualisierungen von Freunden, Kollegen oder sogar Programmen und Maschinen, sowie die eigene Präsenz und Interaktion in sozialen Netzwerken sind nur einige der heutigen Ausprägungen des Social Webs. Die wissenschaftliche Untersuchung und Erklärung der damit verbundenen Auswirkungen auf Individuum und Gesellschaft hat dabei gerade erst begonnen: Zwar stehen die Vorteile von Social Software besonders im Unternehmenseinsatz unter dem Schlagwort „Enterprise 2.0“ im Interesse vieler Forschergruppen und Konferenzen, die Betrachtung von Nebenerscheinungen und potenziell negativen Phänomenen hingegen finden insbesondere in Fachrichtungen mit starkem Technikfokus wie der Informatik nur allmählich ihren Weg in die wissenschaftliche Auseinandersetzung.

Die Ursache hierfür liegt nicht zuletzt in der Multidimensionalität des Problemfeldes begründet. Sie macht es erforderlich, die vielschichtigen Effekte dieser Entwicklungen interdisziplinär zu untersuchen und zu diskutieren. Mit diesem Workshop soll eine Plattform geschaffen werden, auf deren Basis die aktuell diskutierten Problemfelder, die mit der Entwicklung des Social Web einhergehen, untersucht und gleichzeitig ganzheitliche Lösungsstrategien angestrebt werden können.

Zielgruppe

Die bisher erzielten Erkenntnisfragmente finden sich verstreut über zahlreiche Disziplinen (neben der Informatik vor allem in der Medienforschung, der Biologie, der Medizin, der Psychologie, den Politikwissenschaften, den Wirtschaftswissenschaften und der Soziologie). Durch interdisziplinären Erkenntnisaustausch einen fachbereichsübergreifenden Erkenntnisfortschritt zu befördern ist daher wesentliches Ziel des Workshops.

Themenschwerpunkte

Der Workshop ist für Beiträge offen, die sich mit der Auswirkung des Social Webs auf den Menschen und/oder die Gesellschaft befassen. Dabei sind bereits interdisziplinär angelegte Arbeiten ausdrücklich erwünscht. Beispiele hierfür sind:

  • Facebook-Depressionen
  • Cybermobbing
  • Cyberstalking
  • Kollektive Hetzgemeinschaften
  • Shitstorms
  • Spam
  • Informationsvandalismus
  • Internet-Kriminalität
  • Hacking
  • Information Overload
  • Prokrastination
  • Amateurisierung in Kunst, Kultur, Wirtschaft und Politik
  • Veränderungen im Arbeitsalltag durch das Social Web
  • Bedenkliche Aspekte des Enterprise 2.0 (Illusion/Failure?)
  • Service-Level-Agreements
  • Online-Fandom
  • Social Media getriebene Politik
  • Cyber-Balkanization

Organisation

Der Workshop findet am 10.11.2012 im Rahmen der FIfF-Jahrestagung „Digitalisierte Gesellschaft: Wege und Irrwege“ in Fulda statt.

Er soll dabei ganz im Zeichen des Open-Science-Gedanken stehen. Für die Organisation gibt es im Rahmen des Projekts Open Science Live (OS:L) eine Wikiversity-Seite.

Veranstaltungsformat des Workshops

Der Workshop soll vor allem den interdisziplinären Austausch fördern, weshalb kurze Inputs, interaktive Formate und ein reger Austausch zwischen den Teilnehmenden im Vordergrund stehen. Daher möchten wir ausdrücklich auch zur Einreichung von Kurzbeiträgen und kurzen Statements aufrufen, durch die das Themenspektrum des Workshops erweitert und kleine und/oder sich noch in der Anfangsphase befindenden Forschungsprojekte vorgestellt oder aktuelle Beobachtungen diskutiert werden können. Zur Zusammenführung der Themen findet eine Gesamtdiskussion nach dem Fishbowl-Format statt.

Beitragsformen

In den Beiträgen sollen aktuelle und abgeschlossene Forschungsprojekte vorgestellt oder derzeitige Entwicklungen, Fallbeispiele und Beobachtungen in Kurz-Statements wissenschaftlich diskutiert werden. Hierzu sind drei Beitragsformen möglich:

  • Langbeiträge (max. 6000 Wörter, 30minütiger Vortrag inkl. Diskussion)
  • Kurzbeiträge (max. 3000 Wörter, 15minütiger Vortrag inkl. Diskussion)
  • Kurz-Statement (nur Abstract, 3-5minütiger Vortrag als Input für den Workshop)

Bitte senden Sie die Beiträge inklusive Titel, Abstract (ca. 200 Wörter) und Autoren per E-Mail an anja.lorenz@wirtschaft.tu-chemnitz.de. Neben den üblichen Formaten (DOC/X, PDF) freuen wir uns über offene Formate (ODP, HTML, Links zu Blogs etc.), die dem Open-Science-Anliegen der Veranstaltung entsprechen.

Termine

  • 27.08.2012 – Deadline zur Einreichung von Beiträgen
  • 24.09.2012 – Ende der Review-Phase
  • 01.10.2012 – Benachrichtigung der Autoren
  • 19.10.2012 – Final Version
  • 10.11.2012 – Workshop

Ansprechpartner

Anja Lorenz
Professur Wirtschaftsinformatik I
Technische Universität Chemnitz
Thüringer Weg 7, Zimmer 212
09126 Chemnitz

Telefon:              0371 / 531-37957
E-Mail:              anja.lorenz@wirtschaft.tu-chemnitz.de
Homepage:        http://www.tu-chemnitz.de/wirtschaft/wi2/wp/de/team/anja-lorenz/

[FIfF] Gedanken zum Einreichungs- und Veranstaltungsformat

3 Kommentare

Im Etherpad zum Call for Contributions hat sich seit dem Aufruf hier im Blog ein bisschen was getan. Was aber vor allem noch fehlt sind Meinungen dazu, wie die Einreichung und Durchführung des Workshops auszusehen haben.

Einreichungsformate

Wie hatten von vorn herein festgelegt (oder vorgeschlagen, ist ja nur ein Etherpad und kein Marmor), dass der Review offen stattfinden soll, vor allem nicht blind, da das dem OpenScience-Gedanken widersprechen würde. Aber was sollen/können/müssen wir von den Einreichenden verlangen, um einerseits das Gutachten einfach (sonst wird die Beteiligung wohl eher nicht so üppig ausfallen) zu halten und andererseits auch eine Grundlage da ist, auf derer wir entscheiden können, ob der Beitrag dafür geeignet ist. Klassische gäbe es drei Formate

  • Titel, Abstract, Autoren
  • Kurzbeitrag mit 4-6 Seiten
  • Langbeitrag mit 8-12 Seiten

Was würdet Ihr favorisieren? Habt Ihr andere Vorschläge?

Veranstaltungsformat

Ebenso ist die Gestaltung des Veranstaltungsformates noch offen (und diese Freiheiten wurde uns auch seitens der FIfF zugesichtert). Erste Ideen fanden sich schon im Etherpad

  • klassisch: mit 5 Vorträgen, jeweils kleinen Diskussionen (30min), anschließend 30min übergreifende Diskussion
  • fetziger: mit gerafften Vorträgen, anschließend Podiumsdiskussion, Fishbowl o.ä.

Wie sähe ein Workshop aus, der Euch Spaß machen würde und bei dem Ihr das Potential seht, viel Input für Eure Projekte zu erhalten?

Wir freuen uns auf Rückmeldungen!

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